Gaensewein

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Thorsten Kniep

E-Mail Drucken

Liebe Beate,

hier ein kurzer Bericht über meine Erfahrung in der Fasten & Yoga Woche vom 25.-31.05.2009.

Seit einigen Jahren haben meine Frau und ich sich mit dem Gedanken des Fastens getragen und aus vieler Munde gehört, wie toll die Erfahrung damit sein soll. In diesem Jahr ist dann endlich die Entscheidung gefallen und die Suche begann, Wann, Wo, Wie und mit Wem.

Im Internet haben wir dann das Angebot vom Kloster Pernegg gelesen und die für uns sehr interessante Kombination Fasten + Yoga. Interessant deshalb weil wir vor einigen Jahren schon einmal mit Yoga angefangen hatten und es dann wieder haben im Sande verlaufen lassen (Trägheit lässt grüßen). Zusammen mit der Beschreibung über das Wie und Wo und den Erlebnisberichten war unsere Entscheidung recht schnell gefallen.

ES WIRD PERNEGG und es wird mit Beate!!!

Als wir am Sonntag dort angekommen sind, wurden wir nicht nur sehr freundlich begrüßt, sondern fanden uns auch „schnell“ () in die angepriesene Ruhe. Weg vom Alltag und allen unnötigen Einflüssen (kein Radio, kein Fernsehen, kein Telefon, kein……) einfach nur RUHE.

Am ersten Abend gab es ein „leichtes Einstimmen“ auf die Fastenzeit mit unserer letzten „festen Mahlzeit“ und die wichtigsten Erklärungen zum Fasten. Leider konnte meine Frau aufgrund Ihrer Schwangerschaft nun doch nicht voll am Kurs teilnehmen. Aber Beate ist es wundervoll gelungen sie trotzdem mit in das Wochenprogramm einzubinden (bis auf das vollständige Weglassen der Mahlzeiten). So war es uns letztlich möglich, gemeinsam wundervolle Tage zu verbringen und viel, viel Neues hinzuzulernen.

Am ersten Tag (noch am Sonntag) hatte ich starke Kopfschmerzen, wie ich es von mir überhaupt nicht kannte. Die Erklärung kam auch prompt: Kaffee-Entzug !!! Ansonsten war ich voller Erwartung, was nun wird.

Am Montag ging es „in die Vollen“. Ich hatte mir zum normalen Tagesprogramm vorgenommen, jeden Früh meine tägliche „Morgen-Jogging-Runde“ beizubehalten.

So hatte ich meine Gradmesser für Leistung und Wohlbefinden, den ich seit Jahren kannte. Und daran möchte ich jetzt auch meine Erfahrungen z.T. fest machen.

 

Montag

der Lauf ist schön locker aber schon etwas kraftlos

das Tagesprogramm voller Spannung und die ersten Kontakte zu den anderen Teilnehmern entstehen (fast alle scheinen ziemlich locker drauf zu sein)

die ersten Übungen sind anstrengend und der Tagesablauf völlig ungewohnt, jede Menge freie Zeit und trotzdem ein gut organisiertes Programm

an Yoga muss ich mich erst wieder gewöhnen (Beate beobachtet alle Teilnehmer, „holt uns bei unseren Möglichkeiten ab“ und bringt mit ausreichend Erklärungen eine Harmonie zwischen Anfänger und Fortgeschrittenen zustande, ich fühle mich wohl (trotz dem Verhältnis von18 Frauen zu 2 Männern)

 

Dienstag

der Lauf scheint noch langsamer wie am Vortag

der nachfolgende Morgenspaziergang mit Yoga ist etwas unkonzentriert,

im Laufe des Tages zeigt die begonnene Entschlackung ihre ersten fühlbaren Wirkungen

die Yoga Übungen werden leichter

ich werde ruhiger und ausgeglichener

mein Hunger ist weg und das Essen meiner Frau provoziert mich nicht (eine Ausnahme, die leckeren Dinkelkekse mit Schokolade, die im Schrank liegen ) > ich halte aber tapfer aus

 

Mittwoch

mein Lauf wird zu einem „Läufchen“ ich schaffe zwar noch die ganze Strecke aber ziemlich gemächlich,

der nachfolgende Morgenspaziergang mit Yoga ist deutlich konzentrierter als am Vortag ,

im Laufe des weiteren Tages wiederhole ich den angeraten „Einlauf“ noch zwei Mal und die Entschlackung in meinem Inneren setzt sich merklich fort

die Yoga Übungen werden immer leichter (Dank auch der hervorragenden Erklärungen und der ständig einfühlsamen Vorgehensweise von Beate)

das Essen meiner Frau provoziert mich gar nicht mehr (selbst die leckeren Dinkelkekse mit Schokolade, die im Schrank liegen sind fast ohne Reiz)

 

Donnerstag

mein Läufchen wird zu einem „kurzen Läufchen“

der nachfolgende Morgenspaziergang mit Yoga ist deutlich konzentrierter als an den Vortagen und die Übungen fallen immer leichter

im Laufe des weiteren Tages wiederhole ich den „Einlauf“ noch einmal (ich könnte mich fast dran gewöhnen) und die Entschlackung in meinem Inneren scheint jetzt die letzten Zipfel zu reinigen, fast nur noch Wasser

das Essen meiner Frau provoziert mich überhaupt nicht mehr, nicht einmal die Dinkelkekse mit Schokolade

die Yoga Übungen werden immer leichter, ich verstehe und fühle meinen Körper immer besser und kann dadurch die Übungen immer leichter ausführen, auch wenn Beate manchmal ganz schön stresst, es macht einfach Spaß, Spaß, Spaß…

 

Freitag

> ich würde ihn als Tag der Wunder und Erkenntnis bezeichnen

Ich setze mich langsam zu meinem morgendlichen „Läufchen“ in Bewegung und werde schneller und schneller und schneller und….., ich glaube so schnell und voller Elan war ich schon lange nicht mehr unterwegs

der allmorgendliche Spaziergang mit Yoga wird auch bei den Übungen zu einem „Spaziergang“, die Übungen scheinen von alleine zu funktionieren

heut keinen Einlauf mehr und das Essen meiner Frau bekomme ich nicht einmal mehr mit ?!

während der Yoga Übungen fange ich an mich so leicht und frei zu fühlen, dass ich mich scheinbar bei jeder Übung aus dem Raum entferne und nur noch in mir weile und jede Bewegung von innen heraus und mit einer ungezwungenen Leichtigkeit ausführen kann, ich will weiter und weiter und weiter üben, plötzlich werde ich von Beate zurück gerufen, es ist Schluss , HA warum geht es nicht weiter ??, ist die Zeit wirklich schon um ?? > Ich bin so ausgeglichen wie schon seit meiner Kindheit nicht mehr

auf dem Rückweg zum Zimmer habe ich das Gefühl „ich schwebe“, ich hebe meine Arme an und könnte fast los fliegen, nur ein Windhauch noch und ich bin davon geschwebt > der Geist ist frei, der Körper leicht und meine Gedanken bringen mich zurück in meine unbeschwerte Kindheit, voller Ideen und mit dem „Schalk im Genick“ möchte ich die Welt umarmen und vielen Menschen zeigen wie leicht und schön ist das Leben

 

Samstag

ich genieße mein morgendlichen Lauf voller Energie und Leichtigkeit, ich beobachte dabei die Natur und erfreue mich an der Schönheit der einzelnen Pflanzen und Tiere, am Stimmengewirr der Vögel und an meinen freien Gedanken

der allmorgendliche Spaziergang mit Yoga wird zu einer wundervollen Spielerei und der Rückweg voller Witz und Redsamkeit

ich bin nicht nur sehr ruhig und entspannt, ich bin auch voller Tatendrang und Ideen und ich könnte weiter, und weiter, und weiter, und weiter, und weiter, und weiter ……………………Fasten + Yoga + Ruhe + + + + + genießen

heute gibt es ein leckeres Abendessen > „der Apfel“ seit vielen Jahren genieße ich wieder jeden Bissen, jedes Kauen und die seltsame Genugtuung „ mit kleinen Dingen große Sättigung“ zu erreichen, auch hier ist die Aussage richtig „Weniger ist manchmal Mehr“ > weniger Essen = mehr Lebensgefühl und Ehrfurcht vor der Fülle und Schönheit dieser Erde

 

Zum Abschluss möchte ich noch zwei wichtige Dinge sagen:

„DANKE, DANKE, DANKE“ liebe Beate

Aufgrund Deiner vielen anschaulichen und leicht nachzuvollziehenden Erklärungen über Ernährung, Körper, Yoga und „die große Welt“ habe ich in diesem Fastenkurs nicht nur sehr viel über meinen Körper erfahren, sondern kann heute Übungen vollziehen, die ich in ihrer Beweglichkeit selbst in meinen aktivsten Sportjahren nicht geschafft habe, einfach Klasse !!!

Warum durfte ich das nicht schon früher so erleben (wahrnehmen???)Aber wahrscheinlich trifft auch die Weisheit zu „Alles zu seiner Zeit“

 

DANKE, DANKE, DANKE liebes Pernegger-Team

Es war ein hervorragender Aufenthalt mit gaaaaaaaaaaaanz leckeren Gemüsebrühen, Obstsäften und Tees und immer freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiterinnen

 

Und jetzt kommt meine / unsere Zeit.

Wir haben uns entschlossen diese Erfahrungen weiter zu geben, damit noch mehr Menschen solch wunder schöne Erlebnisse haben. Ich werde auf jeden Fall weiterhin mind. 1x Jahr fasten und mir dazu eine „Auszeit“ gönnen und ich werde weiterhin mit offenen Augen und Ohren und allen Sinnen das Leben genießen. Und wir werden uns eine Lebens-Oase schaffen, auf der noch mehr Menschen diese Erfahrung sammeln dürfen, wenn sie es wollen. Vielleicht ist es schon im nächsten Jahr so weit, das Grundstück + Objekt ist gefunden, jetzt geht es an die Umsetzung.

 

thorsten kniep

 

PS Nr.1:

ich habe während der Fastenzeit ca. 5kg verloren (74kg > 69kg) obwohl ich es nicht wollte (es tat/tut mir aber gut)

ich habe aber mind. genauso viele Erfahrungen dazu bekommen

ich habe viele Wehwehchen die der Körper hatte verloren (Druck auf den Ohren, Gelenke die knacken und knarren, Schuppen auf dem Kopf usw.,usw,usw)

ich habe heute weder alle kg zurück, noch habe ich meine „Leiden“ alle wieder, und wenn sich welche zurück geschlichen haben, dann deutlich schwächer

und ich habe meinen Ehrgeiz gestärkt > weiterhin gesund zu leben

 

PS Nr.2: liebe Grüße und auch ein recht, recht herzliches Dankeschön von meiner Frau